Input: Birdtweet — Output: KI-generierter Essay
Vögel leben in artspezifischen Umwelten, ihr Dasein ist durch für sie relevante Reize strukturiert. Der Mensch ist in der Regel kein relevanter Adressat, oft nicht einmal ein relevanter Umweltbestandteil. Posthumanistische, umwelt- und tierethische Ansätze verschieben den Fokus von einer zugeschriebenen Gefühls- und Gedankenwelt des Tieres zu der Frage hin: „Wie stehen wir zu einem anderen Lebewesen, dessen Perspektive uns entzogen bleibt?“.
Die Schönheit der Annäherung trotz ihrer Unmöglichkeit
Der Birdtranslator entscheidet sich bewusst gegen: Vermenschlichung, Projektionen und narrative Aneignung. Aus dieser Unmöglichkeit folgt eine methodische Verschiebung: eine Entscheidung für Kontextualisierung.
Die Ausgangspunkte
| Auszüge aus den Prompts zu den KI-Essays: 1.Beziehe das Denken von Philippe Descola ein. Übersetze den Vogelruf als Ausdruck einer geteilten Zugehörigkeit. Mensch, Vogel und Landschaft bilden ein Kollektiv. 2. Übersetze den Vogelruf nicht als Ausdruck eines Inneren, sondern als Ereignis, das Wirkungen im Netzwerk erzeugt: Entscheidend ist, was der Vogelruf bewirkt. Vermeide jede Trennung zwischen Natur und Kultur. Nach Bruno Latour. 3. Lege den Fokus auf improvisierte Performance von Vögeln.Betone Zufälle, Reste, Ruinen. Erzähle von Brüchen, Anpassungen und Möglichkeiten. Nach der Denkart von Lowenhaupt-Tsing. 4. Beziehe die Sprachphilosophie von Jacques Derrida ein. Der Ruf dieses Vogels ist kein Zeichen, das auf eine Bedeutung wartet. Er ist etwas, das dich erreicht hat, ohne dich zu adressieren. |
Materialien/Technik:
| Optisch gibt das Ganze nicht viel her, * 1 Gartenbank (MGGU-Außenraum) * Gewichtssensor * 1 Kugelmicro in den Ästen * 15.000 Vogelstimmen (BirdNET) * Mistral-large-2411 (Le Chat) * Lautsprecher = keine sichtbare Kunst, aber ein KI-generierter Vogel-Essay |